Wintermorgen am See  Home

Düstere graue Nebelfetzen
spielen über dem glatten See.
Reifsterne auf's Haar sich setzen
und Stiefel knirschen in Schnee.

Zum Ufer steuert ein Fischerboot.
Stockenten putzen ihr Federkleid.
Möwen streiten um ein Stück Brot,
überall herrscht Futterneid.

Kormorane in Linien fliegen
zielstrebig dem Chimen zu,
doch in weiter Ferne liegen
Berggipfel und des Rigis Fluh.

Noch ist's am Ouai menschenleer,
die Stadt erst langsam erwacht
und übertönt bald mit Verkehr
die stille, weiße Morgenpracht.

 


Hagebutten im Winterlicht

Hier sind wir zwei, der Sommer ist vorbei.
Wind und Wetter formte uns neu,
mit Kristallen geschmückt blicken wir scheu,
der Zukunft entgegen.


 


Bergtraum
    
Eine alte Arve,
hoch oben an Berg
zertrümmert, zerrissen,
vom Sturm und Wind
ohne Nadeln, ohne Grün,
aber doch wunderschön.
Fest und tief die Wurzel
in hartem Stein,
so stehe auch du,
für dich ganz allein.

 

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