Unser tägliches Brot

Wellenzauber

Quellwasser

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Unser tägliches Brot

Zehntausend Halme
im gleichen Takt,
die Melodie des Windes
bewegt sie Tag und Nacht.

Hin und her,
geschmeidig - weich,
wiegt das Ährenheer,
dem Wellenmeer gleich.

Biegsam der Halm -
er trägt das Korngewicht,
unser Brot auf dem Felde
im goldnen Sonnenlicht.

Grannen funkeln geckenhaft,
Mohn rot leuchtend strahlt,
meinen Dank der Urkraft,
die dieses Gemälde geschaft.
                                     
 

Bild unten:  Gerste im Gegenlicht                                             
 

Bild unten:
Weizen, beim Flughafen Zürich Kloten       
Als ein besonderes Schauspiel empfand ich hier die Wirbelschleppe.  Die im Landeanflug sehr tief fliegenden Maschinen lassen ihre Wirbelschleppe über das Getreidefeld streifen. Dabei überfallen plötzlich heftige Winde schleppenartig das Feld und wirbeln die Halme kreisförmig durcheinander. Und dieses interessante Phänomen wiederholt sich ständig, mit ohrenbetäubendem Lärm, denn alle paar Minuten landet hier eines dieser gewaltigen Flugzeuge.

   
 
 

Wellenzauber

Dunkelblau glänzend, unbewegt,
trägt der See ein seltenes Siegel,
ein Wolkenbild, einen Spiegel,
die gläserne Fläche sich nicht regt.

Da hüpft ein kleine Kieselstein
berührt das Wasser leise sacht,
malt Wellenkreise, stille Pracht,
ein Ring wächst in den anderen rein.

Geheimnisvoll bewegt sich's wieder,
Muster entstehen Träumen gleich.
Ordnung und auch Zauberreich,
so der Stein springt auf und nieder.

Gläserne Ringe, ein magisches Spiel.
Kleine Steine ziehen große Kreise,
sie überschneiden sich stellenweise,
beim Ufer sind sie dann am Ziel.

Liebe, Güte und viel Vertrauen
kann man anderen schenken,
ein Zauberspiel wenn wir bedenken,
welch große Kreise wir dann schauen.
 

Quellwasser
 

Es läuft Wasser, rinnt und springt

über Steine, Moos und Kies.

Erst gemächlich ruhig und still,

durch Berge, Täler, grüne Auen,

diesen Weg - wie es will.

 

Bei der Quelle klar und rein,

kalt, frisch, so richtig fein,

Von morgens bist mittags,

von mittags bis zum Abend.

Tag für Tag, Woche für Woche,

und Jahr um Jahr,

aus der gleichen Stelle.

Lebendiges Wasser!

Sag Dank der Quelle!

 

Hörst du das Rauschen?

Hörst du das Tosen?

Wasser weilt nicht traurig still,

hoch oben bei der kleinen Quelle.

Es will weiter, will zum Meer.

Und als Strom, wild und schnell

durch die Länder reisen.

 

Wie ein Mensch in jungen Jahren

unbeschwert und heiter.

Lass ihn springen - lass ihn laufen,

zwing ihn nicht in eine Bahn,

denn der Weg zum weiten Meer,

fängt bei einer Quelle an.